Es gibt eine Menge unterschiedlicher Parkettarten. Man Unterscheidet beim Parkett zwischen Einschichtparkett und Mehrschichtparkett.
Einschichtparkett besteht aus einer Schicht Massivholz und ist in unterschiedlicher Dimensionierung und Ausführung erhältlich.

Zu den wichtigsten Einschichtparkettarten gehören:

 

  • Stabparkett

Beim Stabparkett unterscheidet man Parkettstäbe und Parkettriemen. Beide bestehen aus 14 bis 22 mm dicken Vollholz, wobei Parkettstäbe eine umlaufende Nut haben und durch Hirnholzfedern miteinander verbunden werden und Parkettriemen über Nut und Feder verfügen.
Die Länge liegt zwischen 250mm und 1000mm, die Breite zwischen 45 und 80 mm.
Stabparkett wird in der Regel verklebt, kann aber auch bei geeigneten Untergrund genagelt werden.
Stabparkett ist bei Eiche in 3 Sortierungen lieferbar (Natur/N, Gestreift/G, Rustikal/R)
Bei allen übrigen Hölzern sind zwei Sortierungen lieferbar (Natur/N, Rustikal/R)

 

  • 10mm Massivparkett

Von der Sortierung, der Breite und der Länge orientiert sich das 10mm Massivparkett an dem Stabparkett. Lediglich die Stärke ist geringer und liegt zwischen 9-10mm.
Aufgrund der geringen Stärke wird dieses Parkett vollflächig verklebt.

    

  • Mosaikparkett

Besteht aus einzelnen Vollholzlamellen mit einer Stärke von 8 mm, einer Breite bis 25mm und einer Länge bis 165mm.
Die einzelnen Lamellen werden zu verschiedenen Mustern zusammengesetzt und durch ein Klebenetz auf der Unterseite zusammengehalten.
Das häufigste Muster ist der Würfel, es gibt aber auch Schiffverband, Parallelverband und Fischgrät.
Die Sortierung entspricht denen von Stabparkett. Auf Grund der geringen Dicke wird Mosaikparkett ausschließlich geklebt.

 

  •  Hochkantlamelle (Industrieparkett)


Diese Parkettart ist ein Nebenprodukt aus der Mosaikparkettherstellung.
Die einzelnen Lamellen entsprechen in den Abmessungen denen von Mosaikparkett hochkant angeordnet und durch ein auf der Unterseite angebrachtes Netz  zu Verlegeeinheiten zusammengeklebt.
Die Verlegeeinheiten werden mit durchgehenden Kopf- und Längsfugen verlegt und sie haben eine Dicke von 25 mm.
Der Boden ist sehr robust und preiswert und wird in öffentlichen Gebäuden, wie Gaststätten, Kindergärten usw., verwendet.
Auch Hochkantlamelle wird ausschließlich verklebt.

 

Beim Mehrschichtparkett ist in erster Linie das Fertigparkett zu nennen.

Fertigparkett  gibt es als 2- oder 3-Schichtparkett .
Am häufigsten wird Fertigparkett als 3-Schichtparkett ausgeliefert, d.h. es besteht aus einer mindestens 2mm starken Nutzschicht, einem ebenso starken Gegenzug auf der Unterseite und dazwischen eine quer zur Ober-und Unterschicht laufende Mittelschicht.
Mittelschicht und Gegenzug werden in der Regel aus Nadelholz hergestellt. Die Fertigparkettelemente können aufgrund ihrer Standfestigkeit in großen Formaten hergestellt werden, mit Nut+Federverbindung, und in der Regel mit fertig geschliffenen und werkseitig aufgetragenen Oberflächen, wie Öl, Wachs und Versiegelung.
Somit kann Fertigparkett sofort nach dem Verlegen betreten werden. Dreischichtparkett kann sowohl schwimmend auf eine Trittschalldämmunterlage verlegt, als auch verklebt werden.
Das Zweischichtparkett verbindet die Vorteile eines Klebeparketts mit dem eines Fertigparketts. Die untere Hälfte des Parketts wird durch querverleimtes Massivholz oder eine Sperrholzplatte ersetzt. Dadurch wird das Arbeiten des Holzes erheblich verringert. Andererseits hat Zweischichtparkett nahezu die gleiche Nutzschicht wie Massivholzparkett, da ein Abschleifen sowieso nur bis max. zur Nut möglich ist.
Mit diesen Vorteilen ist Zweischichtparkett sehr gut für Fußbodenheizung geeignet.
Ein weiterer Vorteil des Zweischichtparketts ist ihre bereits fertige Oberfläche, die ein schnelles und staubfreies Verlegen ermöglicht.